Lass das Kind frei!

Lass es spielen.

Jedes Kind hat Neugier
und Lust zu spielen – ein Urinstinkt. Er half uns zu lernen.
Er ist aus psychologischer Sicht der Hauptantrieb Deiner Entwicklung
und trägt zur frühkindlichen Selbstfindung und Sozialisierung der Menschen bei.
Im Kinderspiel reflektiert, erforscht und erkennt der Mensch die Welt.

Kindern beim Spielen zusehen.
Erinnere Dich als Du mal ein Kind beobachtet hast.
Vielleicht auf einem Spielplatz, im Park auf der Wiese
oder jetzt vor Deinem inneren Auge:

Das Kind von der Wiese steht auf, nimmt tief Luft,
nimmt einen Punkt in den Blick,
holt mit den Armen aus,
und sendet mit einem kraftvollen „HUAAAA!“
einen imaginären Energieball mitten auf
seinen imaginären Freund, welcher mit
einem imaginären Schlag zu Boden brettert.
Nach fiedelndem Gejohle, kümmert sich das Kind –
nun als frisch gebackene Zauberärztin –
um seinem Patienten mit unsichtbarer Binde
aus Schokoladenspaghetti.
Oder so ähnlich…

Oder, guck mal. Was siehst du hier?

Siehst Du das Kind welches sich verknotet?
Das, welches mit einem Stock in Exkrementen stochern?
Eines schwimmt mit einer aufgeblasenen Schweineblase,
eines lässt die Beine im Wasser baumeln,
spielt mit Masken, mit Murmeln.
Und neben Bocksprung und Tanz
beobachtet ein Kind aufmerksam seinen Pinkelstrahl.

Die wilde Collage von Pieter Bruegel dem Älteren
aus dem 16. Jahrhundert mit dem Titel „Die Kinderspiele“
ist ein Paradies für Kinderspiele und spielerische Freiheit.

Der Spielende Mensch
heißt im lateinischen Homo Ludens
und stellt genau den Menschen dar,
der seine Fähigkeiten an erster Stelle durch das Spielen entwickelt.

In manchen Augen gehören Spiele nur zu Freizeitaktivitäten
und zählen damit nicht zu mehrwertbringenden Ereignissen.
Dabei können neben allgemeingültigem „lustbetontem Zeitvertreib“ Spiele
eine Vielzahl an Zwecken zugeteilt werden.

Denn das Spiel lässt Jemensch: Kontakte knüpfen | bewegen | die Sinne testen | sich messen | Abenteuer erleben | Probleme lösen | entspannen | jemensch anderes sein | lernen | das Glück probieren | bauen und konstruieren | in virtuelle Welten eintauchen | früheren Zeiten begegnen | anderen Völkern begegnen.

In dem Moment wo wir uns voll und ganz auf ein Spiel einlassen,
sind wir im Kontakt mit unserem Körper.
Emotionen werden in Form von wahrem Ärger und Glücksgefühlen etc.
in erhöhtem Maße ausgedrückt.

Wenn ich mich an ein Spiel erinnere, ist da auch Wut,
Verletzung, Spaß, Neugier und Freude,
welche ich in diesem Moment erlebt habe.

An welches Spiel erinnerst Du Dich aus Deiner Kindheit?

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